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Deutsche Ortsgründung   Reychenbach
                                  Gassendorf, Waldhufen und Gutsschläge 

Herleitung des Namens:   Reychenbach später dürren Reychenbach
                                  Doppelnamen aus mhd. richi - reich und
                                                          mhd. dürren - trocken 

Nach der Leipziger Teilung Sachsens lag Dornreichenbach in einer Enklave zwischen dem Stiftamt Wurzen und dem Albertinischen Amt Oschatz und gehörte zum Ernestinischen Kurfürstentum. Über Dornreichenbach führte die Straße von der Residenz Torgau in Richtung Grimma.

Für 1457 und 1472 wird Heinrich von Berntorff (Bernsdorf) als Besitzer des Gutes benannt (Codex dipl. Sax. Reg. II.). In einem Kaufbrief von 1528 ist das Gut erstmals mit "dürren Reychenbach" benannt. Dennoch wechselt der Ortsname immer wieder zurück zu Reychenbach.

Während des Dreißigjährigen Krieges brannten die Schweden bei ihrem Durchzug nach Torgau 1637 Dorf und Gut nieder. Selbst der Besitzer Ritter Siegmund von Mordeisen kam zu Tode. Erst 14 Jahre nach diesem Ereignis gestattete der Kurfürst dem Neffen des vorherigen Lehnsherrn, Ulrich von Mordeisen, am 28. Januar 1651 den Wiederaufbau des Herrschaftssitzes. Am 5. September 1765 gelangte das Dorf durch Kauf in den Besitz des Wurzener Stifthauptmanns Christoph Ludwig Sahrer von Sahr. Aber bereits 1786 schied Dornreichenbach wieder aus dem Stiftbesitz Wurzen aus.

Das Schloß wurde nach wechselndem Besitz zu einer Frauenklinik und später zu einem Altersheim umgebaut. Zurzeit steht das Schloß leer.

 
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