

Deutsche Ortsgründung valkenhayn
Straßendorf mit ehemaligem Großgut
Waldhufen, Gutsschläge
Herleitung des Namens: valko - entweder sorbischer Götzenname, stand
nach einer Überlieferung im Hayn nach
Heyda - oder Hagensiedlung eines deutschen
Siedlungsführers "valko", ahd. valco
Deutsche Siedler legten rechtsseitig der Lossa
ein Straßendorf an. Falkenhain fand seine erste urkundliche Erwähnung
in der Stiftungsurkunde anläßlich der Kirchweihe von 1198 in
Sitzenroda. Benannt wird darin unter anderen der Priester Leonhardus de
Valkenhayn (Leonhhardus aus Valkenhain).
Zum
Rittergutsbezirk gehörten die Dörfer Vogtshayn, Obervogtshayn und
Poppeln. Im Unterdorf, in der Nähe des Rittergutes, siedelten
Halbhüfner, Viertelhüfner und Achtelhüfner. Ihre Anwesen hatten sich
nach Erbteilungen verkleinert. Sie fielen dadurch in die Zweite und
dritte Klasse der Dorfgesellschaft zurück. In der Nähe des Schlosses
standen auch die Häuser der Gärtner und Häusler. Im Oberdorf verblieben
die Hüfner oder Pferdner.
Das Dorf leitete im
Vorfeld der Völkerschlacht bei Leipzig, im Sommer 1813, Widerstand
gegenüber den zur Requisition ausgesandten Russen. Der Ortsvorsteher
setzte die Requisiteure kurzerhand fest. Das Dorf sollte daraufhin
niedergebrannt werden. Auf Vermittlung durch den Falkenhainer Pfarrer
konnte diese Entscheidung nach Zahlung von 3000 Talern und der
Bereitstellung einer doppelten Menge an Proviant, abgewendet werden.
Abseits
vom Dorfzentrum steht das Schloß, der Herrensitz des Rittergutes. Nach
mehrmaligem Umbauten veränderte sich das Gebäude von einem durch das
Wasser der Lossa gesicherten Schloß zu dem heutigen Herrenhaus. Die
jetzigen Besitzer öffnen das Haus für die Bewohner unserer Gemeinde zu
Konzerten, Lesungen und Ausstellungen. Es entwickelte sich zu einem
wertvollen Kulturzentrum.
Mit der Errichtung des
Gemeindeamtes gegenüber der Kirche, erreichten wir im Komplex mit dem
Einkaufszentrum, dem Schloß und der Mittelschule die Gestaltung eines
geschlossenen Dorfzentrums.
1984 erfolgte der
Neubau eines zweckmäßigen Schulhauses. Es sicherte für Jahre die
Unterbringung auch der Schüler der Nachbargemeinden. Nach Gründung des
Schulzweckverbandes mit Hohburg verblieb hier die Mittelschule.
Die
Sportvereine, allen voran Turner und Fußballer, tragen den Namen
des Ortes in ehrenvoller Weise in das Umland. Eine moderne Sportanlage
liegt am nördlichen Dorfrand. Ein vielseitiges Vereinsleben trägt dazu
bei, dass das Wohnen in Falkenhain auch wohnenswert ist.
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