
Deutsche Ortsgründung Voigtshain, voitshain zweiseitiges
Reihendorf mit Großgut,
Waldhufen, Gutsschläge und Gelänge
Herleitung des Namens: voigt - ahd. voget, vougt, vogt mhd.
voget, voit, vait
im lat. Advocatus soviel wie Rechtsvertreter,
Verwalter
ahd. han - Hain;
damit Hain des Gutsverwalters
Urkundlich erwähnt
wird der Ort erstmalig 1441. Zum Gutsbezirk gehörend wird für das
gleiche Jahr noch der Ortsteil und das Vorwerk. Obirst Voigtshain (Ober
Voigtshayn) vermerkt. Seit dem 16. Jahrhundert ist dieser Gemeindeteil
wüst. Die Bauern siedelten nach Voigtshain. Die Feldflur des Vorwerkes
umfaßt etwa 200 Acker.
In einem kleinen Park
steht das Herrenhaus des früheren Rittergutes. Seine Fassaden erhielten
nach einer Renovierung das jetzige Aussehen. Aus Scheunen und
Stallungen entstanden Eigenheime.
Weithin
sichtbar ist die Turmwindmühle am südlichen Ortsrand. Ihre Flügel sind
verwittert und geben dem Gebäude ein wüstes Aussehen. Mauerwerk, Dach
und Mahltechnik sind noch in Ordnung und betriebsfähig. Die Flügel
dagegen warten auf einen Restaurator. In den Wiesen nach Falkenhain
erfolgte in den siebziger Jahren die Stauung des Lossabaches, oftmals
fälschlich auch als "Göppertsge" bezeichnet. Dieser kleine Stausee
diente in erster Linie als Wasserreservoir zur Bewässerung umliegender
Feldfluren. Er prägt nun das Landschaftsbild und eine neuartige
Idylle.
es gab früher ein "Obirste Veitshain", also ein Obervoigtshain, das aber zu Beginn des 16. Jh. wüst geworden ist
bedeutende Persönlichkeit: Gottfried Karl Lausch - Ortsbegründer aus Voigtshain
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