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Waldbad

Wendische Ortsgründung  Sciamanstedi
                                   anfangs Großgut, ab 19. Jhd. Straßendorf

Herleitung des Namens:   Stätte oder Gut des Wenden Sciaman

Schönstädt gehört zu den Dörfern mit der ältesten urkundlichen Erstwähnung im meißnischen Raum. Laut einer Urkunde vom 06. Oktober 995 gehörte Sciamanstedi, Schönstädt, zu den Tafelgütern des Merdeburger Grafen Asiko. Nach dessen Tod wurde das Königslehen frei.
Kaiser Otto III. übertrug es als Lehen dem Bischof zu Meißen.
(Urkunde im Sächsischen Staatsarchiv)

Bereits 1349 gilt der Ort als "villa deserta", verlassenes Dorf. Es wurde wahrscheinlich im Seuchenjahr 1300 von den überlebenden verlassen. Für Jahrhunderte erhielt die Gegend die Benennung "Wüste Mark Schönstedt". Noch im 18. Jhd. sollen Reste des Gutshofes im Wald Dragen gestanden haben. Gegen Zahlung von Erbzins gingen die Felder in wechselnden Besitz umliegender Rittergüter.

Erst mit der Verlegung der Eisenbahnlinie Dresden - Leipzig gewann die Mark Schönstädt ab 1837 wieder an Bedeutung. Mit dem Bau des Bahnhofes für die Dörfer Dornreichenbach, Meltewitz und Knattewitz in der Flur der verlassenen Mark und eines Wärtergebäudes begann die Entwicklung zum heutigen Dorf.

 
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