
Wendische Ortsgründung milotavici, miltuvvitz heutiges
Straßendorf, früher forwergk an der losse ausschließlich
Gutsschläge
Herleitung des Namens: milota - der Milde; vici - Sippe, damit Sippe des Milota
Der Ort Miltuvvitz wurde in der Grenzschreibung des territorium Wurcinense
von 1284 erstmals urkundlich erwähnt. Miltuvvitz gehörte zu dieser Zeit
zu den bischöflichen Tafelgütern. In einem Bericht vom 20. Dezember
1334 vermachte der Meißnische Bischof Johann I. dem
Zisterzienserinnenkloster zu Sitzenroda zwei Mark jährlich Zinsen aus
diesem Dorf. Ab 1343 gelangt Miltuvvitz als bischöfliches Geschenk
endgültig in den Besitz des Klosters. Nach der Reformation und der
anschließenden Auflösung des Klosters, verkaufte der Kurfürst von
Sachsen den Ort an die Gutsherrschaft zu Reychenbach. Der Kaufpreis kam
"zum Besten der Meißner Fürstenschule". Die Beurkundung dazu
erfolgte am 13. März 1559.
Ortsteil Knattewitz
Wendische Ortsgründung knotovici
Herleitung des Namens: knot - Maulwurf; vici - Sippe, damit Sippen des Knot
Straßendorf, Gewannflur
Nach einer
Urkunde von 1443 verkauft Martin von Berntorff (Bernsdorf) das
Rittergut Börln. Knattewitz wird darin zum Rittergut gehörig aufgeführt.
Ab
1505 gelangt eine Hälfte des Dorfes als Kirchlehen in den Besitz
Bischof Jobst von Sahlhausen auf Wurzen. Die zweite Hälfte kam im
gleichen Jahr zur Herrschaft Heyda. Für 1717 ist die Ortsbezeichnung
noch mit Knotewitz belegt.
Die Kirche des heutigen Meltewitz steht auf der früheren bischöflichen Flur von Knattewitz.
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